Wir trauen uns!

Wir trauen uns…

Wenn Sie darüber nachdenken, zu heiraten oder sich bereits dazu entschieden haben, entwickeln Sie gemeinsam Perspektiven für Ihre Ehe und gestalten Ihre Zukunft. Zu diesem Schritt möchten wir Ihnen gratulieren!

In der Ehe kommen zwei eigenständige Lebensläufe zusammen – zwei oft unterschiedliche Lebensgeschichten werden zu einer Geschichte weitergeschrieben. Ihr Blick geht nach vorn auf einen gemeinsamen Lebensweg. Das ist eine spannende und reizvolle Herausforderung! Wir wollen, dass Ihre Trauung ein gelungener Einstieg in Ihr weiteres gemeinsames Leben wird.

…mit Gottes Segen

Die Entscheidung, mit dem geliebten Menschen gemeinsam den Lebensweg zu gehen und sich unter Gottes Segen zu stellen ist eine Zusage, ein Zeichen, zu dem man sich öffentlich bekennt.

Es gibt verschiedene Gründe für eine kirchliche Trauung: „Sie ist besonders feierlich“; „Sie gehört in unserer Familie einfach dazu“; „Ohne die kirchliche Trauung hätte ich das Gefühl, wir wären gar nicht richtig verheiratet“; „Mein Partner/meine Partnerin legt großen Wert darauf“ …

Vielleicht sind darunter auch Ihre Beweggründe, vielleicht aber ist es auch der Wunsch, sich mit dem Wagnis des Eheversprechens unter den Segen Gottes stellen zu wollen. Auf dem langen Weg der Ehe kann der Segen Gottes eine gute Hilfe sein. „Segnen“ heißt wörtlich übersetzt „gut sagen“. Gottes Zusage steht – ER meint es gut, auch mit Ihrer Ehe.

Das Sakrament der Ehe ist ein Zeichen dieser Zusage und Liebe Gottes zu Ihnen ganz konkret. Es wird Sie aber auch bestärken, selber durch Ihr Leben diese Liebe zu bezeugen.

Gestalten Sie mit!

Für die kirchliche Trauung gibt es eine eigene liturgische Form, die im Rahmen eines Wortgottesdienstes oder in einer heiligen Messe gefeiert werden kann. Der Seelsorger wird mit Ihnen gemeinsam besprechen, wie die konkrete Planung für Sie aussehen kann. Dabei ist es nicht nur möglich, sondern sehr erwünscht, dass Sie den Traugottesdienst mitgestalten. Damit es ein persönliches, für Sie unvergessliches Fest werden kann, können Sie eigene Ideen einbringen, Lesung und Evangelium, Musik und Gesang, Gebete und Texte aussuchen. Auch einen Trauspruch – als Leitspruch für Ihre Ehe – können Sie selbst bestimmen. Hierzu finden Sie einige Hinweise in der Broschüre „Ich nehme dich an und verspreche dir die Treue“, die Ihnen der Priester oder Diakon geben kann.

Bei der Musik bieten sich Ihnen besonders viele Möglichkeiten der individuellen Gestaltung Ihrer Trauung. Ob klassisch mit Organist, modern mit Band oder gefühlvoll mit Solo-Gesang: Wichtig ist vor allem, dass die Musik zu Ihnen passt.

 

 

Bei der Trauung wird Ihnen der Priester oder Diakon vier Fragen stellen:

„Sind Sie hierher gekommen, um nach reiflicher Überlegung und aus freiem Entschluss mit Ihrer Braut/Ihrem Bräutigam den Bund der Ehe zu schließen?“
Diese Frage will sicherstellen, dass Ihre Entscheidung nicht durch Einflüsse von außen beeinträchtigt wird.

„Wollen Sie Ihre Frau/Ihren Mann lieben und achten und ihr/ihm die Treue halten alle Tage ihres/seines Lebens?“
Gefragt sind Ihre Verantwortung für das gemeinsame Leben und Ihre Bereitschaft, entsprechende Konsequenzen zu übernehmen.

„Sind Sie beide bereit, die Kinder anzunehmen, die Gott Ihnen schenken will, und sie im Geist Christi und seiner Kirche zu erziehen?“
Die Offenheit für eigene Kinder und die Bereitschaft, sich um eine christliche Erziehung zu bemühen, sind Grundlage dieser Frage.

„Sind Sie beide bereit, als christliche Eheleute Mitverantwortung in der Kirche und in der Welt zu übernehmen?“
Als christliche Eheleute sind Sie gefragt, gemeinsam Verantwortung auch über Ihre Ehe und Familie hinaus zu übernehmen.

 

Was die Symbole und Zeichen der kirchlichen Trauung bedeuten

Ringe
Das Symbol schlechthin für Liebe und Ehe ist der Trauring. Ob schlicht oder reich verziert, mit oder ohne Gravur: Mit dem Überstreifen der Trauringe gilt die Ehe als besiegelt. Ein Ring hat keinen Anfang und kein Ende, er ist somit endlos – unendlich. Ein Sinnbild dafür, dass auch Liebe und Treue unendlich sein sollen.

Taufkerzen – Hochzeitskerze
Bei der Taufe wird für jedes getaufte Kind eine eigene Taufkerze an der Osterkerze entzündet – als Zeichen der Gemeinschaft mit Jesus Christus. Bei der Hochzeit können die Taufkerzen der Brautleute mit zur Kirche gebracht werden, damit sie im Gottesdienst an die Taufe erinnern. Viele Paare entzünden im Gottesdienst noch eine neue, gemeinsame Hochzeitskerze. Diese Hochzeitskerze erinnert an den späteren Hochzeitstagen mit ihrem Licht und ihrer Wärme an den Beginn der Ehe.

Weihwasser
Die Ringe werden mit Weihwasser gesegnet. Dieses Wasser erinnert an die Taufe, den Bund Gottes mit dem Menschen.

Handreichung
Bei der Bestätigung der Vermählung im Gottesdienst reichen sich die Brautleute die rechte Hand und bekräftigen damit ihren Bund, der über einen rechtlichen Vertrag hinausgeht. Der Priester oder Diakon legt zur Bestätigung der Vermählung seine Stola um beider Hände.

Weißes Brautkleid
Das Brautkleid war immer ein festliches Kleid. Erst mit Beginn des 20. Jahrhunderts kamen weiße Kleider als Hochzeitskleider auf. Die Farbe Weiß erinnert ebenfalls an die Taufe, bei der den Getauften ein weißes Kleid übergelegt oder angezogen wird. Das weiße Kleid ist ein Zeichen des Lebens unter dem Segen Gottes.